Die Konsolidierung … 1991 bis
Es sollte bis 1994 dauern, bis der Rettungsdienst und auch der Katastrophenschutz aus ihren Übergangsbaracken in ein eigenes dauerhaftes Domizil umziehen konnten. Unter dem Vorsitz von Bürgervorsteher konnte 1993 ein altes Bauernhaus in der Pinneberger Straße 92 auf Erbpacht erworben werden. Bis auf die vordere Wohnung war das Gebäude in einem sehr maroden Zustand. Nach intensiven Planungsarbeiten für eine Nothilfestation begann der Umbau Ende 1993. Zuvor hatten Mitarbeiter des DRK in ehrenamtlicher Arbeit verschiedener Gebäudeteile abgerissen. Im Sommer 1994 wurde das Gebäude fertig gestellt und in Betrieb genommen. Es bietet im ersten Stock Räume für den kommunalen Rettungsdienst und für den Rettungsdienst des DRK-Ortsvereins. Schlafräume sind getrennt, Küche und Bäder werden gemeinsam genutzt. Eine vom Haus aus zugängliche Halle für die Rettungswagen, Unterkunft für die DRK-Katastrophenschutzeinheit inklusive eigener Halle für Geräte und Kraftfahrzeuge, ein großer Versammlungsraum mit Küche für Schulungen, Tagungen und Besprechungen ergänzen das Raumangebot. In den Vormittagsstunden werden hier die Schulkinder der Moorwegschule betreut. Zwei Mietwohnungen und drei eingebaute Einzimmer-Appartements komplettieren das Gebäude.
Ebenfalls im Jahr 1994 übernahm der Ortsverein im Auftrag der Stadt die Betreuung der Senioren in dem städtischen Gebäude in der Rudolf-Höckner-Straße 2 – 4. Das Konzept für das „Betreute Wohnen“ wurde unter Mitarbeit des Roten Kreuzes entwickelt. Seit 1994 arbeiten dort zwei Betreuerinnen für die etwa 20 Bewohner. Das „Betreute Wohnen“ ist in dieser Art die optimale Form des Lebens im Alter in eigener Wohnung; über einen wünschenswerten Ausbau wird zurzeit nachgedacht.
Die späten 90er Jahre standen im Zeichen der Konsolidierung. Bei der Sicherstellung und Erneuerung der Bausubstanz sowie der Aktualisierung des Fahrzeugparks wirkte Otto Schäfer weiter als Schatzmeister mit. Ihm ist es zu verdanken, dass der Ortsverein heute über ein gesundes finanzielles Fundament sowie über ein ausgeklügeltes Buchungssystem verfügt.
2001 gab Joachim Reinke nach zwölf Jahren den Vorsitz an Neumann-Silkow ab. Unter seiner Leitung wurde die erfolgreiche Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter aller Altersgruppen in den Einrichtungen auf einer finanziell soliden Basis weitergeführt. Auf seine Initiative hin wurde der zweite Rettungswagen des Ortsvereins vollgepackt mit Medikamenten und medizinischem Bedarf nach Albanien verschenkt. Auf dem Land ist dieser dort noch heute als RTW im Einsatz.
Unter Führung von Peter Meier, seit 2004 Vorsitzender des Ortsvereins, konnte der bunte Mix im Konzept der Begegnungsstätte durch einen Vertrag mit der Stadt Wedel abgesichert werden. Damit stehen die von Ursula Kissig organisierten beliebten Montagsseminare, die Spielgruppen um Skat und Bingo, die Treffen der Radfahrgruppe und der Internettreff für Senioren – um nur wenige Angebote zu nennen – vor einer positiven Zukunft und können auch weiterhin von den Damen der Gemeinschaft I mit Annegret Behrmann an ihrer Spitze betreut werden.
2008 erwarb der Ortsverein von der Stadt das neben der Dienststelle liegende Wohnhaus mit 18 Wohnungen, in dem vom DRK im Auftrag der Stadt das „Betreute Wohnen“ betrieben wird. Die Wohnungen in diesem Haus sind – ebenso wie die in unserem Gebäude in der Reepschlägerstraße 21/21 a – sozial gefördert.
Heute wirkt der DRK Ortsverein Wedel in vielen Bereichen für die Bevölkerung der Stadt Wedel. Zu nennen sind die Begegnungsstätte mit Ihren vielfältigen Aktivitäten und Fahrdiensten, der Katastrophenschutz, der Rettungsdienst, das Jugendrotkreuz, der ambulanter Pflegedienst, die Kleiderstube, das Mitwirken beim sozialen Wohnungsbau, der Blindenbuchdruck sowie unsere Mitarbeit beim DRK-Blutspendedienst.


